"Leonberger Kreiszeitung", vom 19.12.2011 02:36 Uhr, Von Alexander Walther (Leonberger Zeitung)

 

Die Stadtkapelle begeistert ihr Publikum mit ihrem mitreißenden Jahresabschlusskonzert

 

Musik macht Kinder sozialer und kompetenter" - mit dieser Feststellung eröffnete die Moderatorin Anita Dworschak das 41. Jahresabschlusskonzert der Stadtkapelle Heimsheim. Und es wurde wahrlich etwas ganz Besonderes geboten.

Gleich zu Beginn gelang es der exzellenten Jugendkapelle unter ihrem einfühlsamen Dirigenten Marcus Borchert, dem "Pathfinders March" von Philip Sparke einen elektrisierenden Sound zu entlocken. Lalo Schifrins "Mission Impossible Theme" im Arrangement von Paul Lavender verzauberte die Zuhörer aufgrund der harmonischen Vielschichtigkeit und des thematischen Reichtums. Nicht weniger überzeugend war "Der fröhliche Uhrmacher" von Luigi di Ghisallo. Die Beherrschung der Zeit wurde dabei auch rhythmisch facettenreich eingefangen. Quincy Jones war einer der erfolgreichsten schwarzen Musiker und konzertierte mit Ray Charles, Lionel Hampton, Count Basie und vor allem mit Frank Sinatra. Sein "Soul Bossa Nova" im Arrangement von Johnnie Vinson wurde von der Jugendkapelle mit viel Verve und Einfühlungsvermögen interpretiert. Die fulminante Stadtkapelle Heimsheim unter der Leitung von Marcus Borchert gewann der zielstrebigen "Montana Fanfare" als Impression aus dem Salzkammergut von Thomas Doss großen klangfarblichen Reichtum ab.

Oboensolistin Janine Wirkner

Alfred Bösendorfers "Norway Impressions" begeisterten als wirkungsvolle Landschaftsmalerei, deren melodischer Reichtum das Publikum geradezu überwältigte. Eine großartige Entdeckung war die junge Oboistin Janine Wirkner, die ihrem Instrument bei "Soliloquy and Dance" von Philip Parker glanzvolle Figurationen und rasante chromatische Skalen entlockte. Die Stadtkapelle begleitete sie mit sphärenhafter Leichtigkeit. Das Saxophon-Ensemble überzeugte dann mit James Horners "My Heart Will Go On" als unendliche Melodie aus dem Film "Titanic". "Ice Cream" von H. Johnson in einem raffinierten Arrangement von Anton Müller war ein Mix aus verschiedenen Motivzutaten. "Man in the Ice" von Otto M. Schwarz war spieltechnisch der Höhepunkt des Abends.

"Tango pour Claude" hatte in dem vorzüglichen Akkordeon-Solisten Berthold Renz einen erstklassigen musikalischen Anwalt, der diese Komposition von Richard Galliano im Arrangement von Herve Grelat erst richtig zum Leuchten brachte. Auch die beiden letzten Stücke, "The Polar Express" von Silvestri/Ballard und der famose "Astronauten-Marsch" von Josef Ullrich, wurden mit sinfonischer Wucht zur Freude des Publikums interpretiert.

 

Wir bedanken uns bei unseren Sponsoren