Pforzheimer Zeitung, 24.12.2012

 

Mit stehenden Ovationen hat sich das Publikum für das Jahresabschlusskonzert des Musikvereins Stadtkapelle Heimsheim bedankt. Unter der Leitung von Christian Wolf hatten die Musikerinnen und Musiker zuvor fast zwei Stunden lang ein musikalisches Feuerwerk abgebrannt, das den Zuhörern ganz offensichtlich gefiel.

Bevor jedoch die 50 Orchestermitglieder die Bühne einnahmen, durfte das Jugendorchester sein Können zeigen. Vom Marsch bis zur Rockmusik reichte das Repertoire.

 

Neugierig waren viele im gut besuchten Saal auch darauf, wie sich das Orchester mit dem neuen musikalischen Leiter und Dirigenten Christian Wolf präsentieren würde, der seit etwa einem Jahr verantwortlich zeichnet. Titel wie „Frenesi“, der durch Arti Shaw bereits in den 40er-Jahren als Foxtrott zu einem Hit wurde, oder „Feliz Navidad“ von José Feliciano, waren nur zwei der bekannten Titel, die Wolf mit den Musikern einstudiert hatte. Unter dem Motto des Abends „Hot Latin“ wurden aber nicht nur altbekannte Klassiker, sondern auch moderne Titel mit mittel- und südamerikanischem Ursprung zu Gehör gebracht. Cha-Cha-Cha und Mambo-Kompositionen erklangen ebenso wie Paso dobles, außerdem wurde die Vielseitigkeit des Ausnahmemusikers Carlos Santana mit großer Spielfreude interpretiert.

 

Höchste Konzentration war zu spüren, wenn die einzelnen Register auf das Kommando des Orchesterleiters warteten. Dieser hatte alles im Griff. Auch das Publikum. Als die Moderatorin Anita Dworschak die Besucher daran erinnerte, dass sie ja eigentlich tanzen wollten, dies aber aufgrund der Sitzordnung nicht könnten, nahm der Dirigent das Publikum auf andere Weise in die Pflicht. Beim „Radetzky-Marsch“ von Johann Strauss wurden die Zuhörer zu Aktiven und bildeten mit Klatschen eine weitere Orchestergruppe, die auf den Taktstock achten musste.

 

Nach der Zugabe und dem Dank vom ersten Vorsitzenden Klaus Wiedemann ging alles ganz schnell. Plötzlich war die Bühne leer und die Zuschauer bekamen eine kurze Stehpause verordnet, die sie sich mit Sekt und Canapes versüßen konnten. Keine zehn Minuten später hatte man den Eindruck die Veranstaltung gewechselt zu haben. Waren vorher nur Stühle in der Festhalle, die für den Jahresabschluss zum Konzertsaal umgebaut worden war, so fand man sich urplötzlich in einer Festhalle mit bestuhlten Tischen wieder. An diesen wurde im Anschluss an das Konzert gemeinsam gespeist und der Erfolg des Konzertes gefeiert.

 

Autor: Joachim Recklies | Heimsheim

 

PZ 24.12.2012

 

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